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GameFeature - Just play it!

Layers of Fear PC Test

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Was für ein Trip... Ich liebe Horror-Adventures, aber Layers of Fear ist eine Klasse für sich, die ich gar nicht richtig in Worte fassen kann. Zuerst beginnt es fast wie in einem leichten Adventure á la Gone Home, aber nach und nach tun sich immer mehr Abgründe auf. Der Künstler, in dessen Haut wir stecken, streift durch sein Anwesen und gleichzeitig durch die Trümmer seiner Psyche. Frau und Kind scheinen fort und er steckt mitten in einer Schaffenskrise. Überall liegen leere Flaschen, Ratten laufen durch die Gegend, das Obst vergammelt in der Küche. Aber nach und nach verändert sich die Situation und es wird richtig unheimlich. Wir sehen Farbe wie Blut über den Boden laufen, die Umgebung verzerrt sich und ständig scheinen sich die Räume zu verändern und an anderen Orten wieder aufzutauchen. Das Spiel treibt seine Psychospielchen mit uns und das ist gruseliger als Monster oder Geister. Man weiß die ganze Zeit nicht, was passiert ist, oder was der Künstler mit all dem Blut vor hat...wir können nur spekulieren, aber allein der Gedanke lässt mir das Blut selbst gefrieren. Was das Spiel durch Atmosphäre zum Glanzstück macht, lässt die Spielmechanik nur mittelmäßig wirken. Leider haben wir nur kleinere Rätsel, wie Kombinationen an Tresoren lösen, Gegenstände finden und Schlösser knacken. Dennoch passt es super ins Spiel und lässt Freiräume für den Gruselfaktor, der definitiv das Kernstück des Spiels ist. Immerhin wollen wir ja nicht lange rätseln, sondern uns von dem Gemälde vor uns ins Gesicht schreien lassen (hier hätte ich eine Windel gebrauchen können). Die Umgebung des Anwesens um 1900 passt dabei perfekt. Schwere Holzverkleidungen und Möbel, dazu ein prasselndes Feuer, Schränke voller Bücher und große Geweihe an der Wand, ein wirklich schaurig schöner Anblick. Die Details sind einfach klasse und in jeder Schublade sind persönliche Gegenstände und Dokumente, und gerade die Gemälde an den Wänden geben das gewisse Etwas und sind ein tolles verstörendes Spielelement. Nur leider kann man nur wenig mit der Umgebung anfangen. Das meiste ist einfach nur Deko und sieht nett aus, aber interagieren kann man damit nicht. Hier darf man mal einen Globus drehen, da sammelt man Zettelchen oder Schlüssel, aber das war dann auch schon das Höchste der Gefühle. Dennoch bin ich wie gefesselt gewesen von diesem Spiel, weil die Inszenierung und das Timing der Horrorelemente niemals zu überladen sind und immer genau dann kommen, wenn man sie nicht erwartet. Eben nicht das stupide: Hier ist eine dunkle ruhige Ecke, da fällt gleich die Tür zu, sondern unerwartete Augenblicke, wo man sich wünschen würde vielleicht nicht gerade die Kopfhörer auf zu haben und das Spiel nachts zu spielen. Dennoch, wer ein Fan verstörender Horrorerlebnisse ist, dem sei dieses Spiel wärmstens ans Herz gelegt.
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